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Ju
Durst: Rechtzeitig nachtanken
08.07.2016 15:36

Wasser ist Bestandteil sämtlicher Zellen und Körperflüssigkeiten. Gut 50-60 Prozent des Normalgewichtes eines Erwachsenen gehen auf das Konto des im Körper vorhandenen Wassers, bei Säuglingen sind es sogar bis zu 75 Prozent. Das kostbare Nass versorgt alle Organe mit Nährstoffen und Sauerstoff, transportiert Stoffwechselendprodukte zu den Ausscheidungsorganen und sorgt durch Schwitzen für eine konstante Körpertemperatur. Da der Körper keine Reserven anlegen kann, ist er auf Nachschub an Flüssigkeit angewiesen.

Ein Durstgefühl tritt allerdings erst auf, wenn bereits ein Flüssigkeitsdefizit besteht. Durst ist somit bereits ein Warnsignal. Werden Verluste nicht ausgeglichen, besteht die Gefahr einer Dehydrierung. Zu den Ursachen zählt nicht nur eine geringe Trinkmenge, sondern auch eine erhöhte Wasserausscheidung über starkes oder langanhaltendes Schwitzen, harntreibende Medikamente, Fieber, Erbrechen oder Durchfall Trinken sollte man also nicht erst, wenn ein Durstgefühl auftritt. Charakteristisches Zeichen für einen Flüssigkeitsmangel ist ein Trockenheitsgefühl im Mund- und Rachenraum.

Um die Empfehlung von 1,5 Liter täglich in der Praxis leichter umzusetzen, hilft die Faustregel, täglich 6 Gläser Wasser zu trinken - unabhängig vom Durstgefühl. Kita- und Grundschulkinder nehmen dabei kleine Trinkgefäße mit 150 ml, Jugendliche und Erwachsene wählen Gläser mit einem Volumen von 200-250 ml. Breitensportler, die weniger als eine Stunde am Stück trainieren, müssen während des Sports nicht unbedingt etwas trinken. Leistungssportler, die intensiv und lang andauernd aktiv sind, können jedoch bis zu 1,5 Liter pro Stunde ausschwitzen. Hier gilt: schon 2 bis 3 Stunden vor dem Training reichlich trinken (300-700 ml) und eine kleinere Menge 30 Minuten vorher. Während des Trainings sollten Leistungssportler alle 15 bis 20 Minuten eine kleine Menge von ca. 150 ml zu sich nehmen. Und nach dem Sport sofort reichlich trinken zur Regeneration.

Also... nichts wie ran an die Gläser!

 

Quelle: UGBforum 3/16 - B. Ebbers

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